Archiv für September 2009

Edutainment Attacke am 19.11. 2009

EDUTAINMENT ATTACKE
am 19. November 2009 im Orangehouse/Feierwerk
Hansastr. 41
Einlass ab 19 Uhr / Beginn: 20 Uhr
Eintritt 8€ (ermässigt 5€)

Edutainment-Show mit Quiz, Stand-Up, Rap, Lesung und Satire
mit: Noah Sow & Mutlu Ergün

„Gleichzeitig unterhaltsam und inhaltlich sehr gut gemacht. Die Edutainment
Attacke kann gar nicht so oft gezeigt werden wie sie nötig ist.“
( Daniel Bartel, Antidiskriminierungsbüro Sachsen)

Noah Sow ist beileibe kein unbeschriebenes Blatt: Musikerin, Medienkritikerin,
Produzentin, Moderatorin, und Autorin des Buches „Deutschland-Schwarz-
Weiß“. Das Buch, das bundesweit in allen Feuilletons von Süddeutscher
Zeitung bis Stern diskutiert wurde, schlug ein wie eine Bombe.

Nun ist die Frau, die jede Schublade atomisiert, mit dazugehörigem
Comedyprogramm auf Tour. Samt Kollegen Mutlu Ergün. Wir nennen es
Post- Migrantisches Edutainment mit Videoclips, Quiz, StandUp, Rap,
Krummsäbel und Nudelholz.
Wissenschaft, Kultur, Comedy und Politik zu kombinieren, und das auch
noch für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen – das schaffen nicht so viele
Noah Sow und Mutlu Ergün gelingt es spielend. Innovativ, neu, wichtig, schnell, gut.

infos: www.myspace.com/edutainmentattacke

Veranstalter:
Antidiskriminierungsstelle für Menschen mit Migrationshintergrund München (amigra)
Antifaschistische Informations-, Dokumentations- und Archivstelle München e.V. (a.i.d.a)
Fachinformationsstelle Rechtsextremismus München (firm)
Feierwerk e.V.

Einlassvorbehalt: Die Veranstalter behalten sich gem. § 10 BayVersG vor, von ihrem
Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die neonazistischen Organisationen
angehören oder der extrem rechten Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit
durch antisemitische, rassistische oder nationalistische Äußerungen in Erscheinung getreten
sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren.

Diskussionsveranstaltung am 24.9. 2009

Unerwünschte Demokraten ?
Wie das Bayerische Innenministerium unerwünschte Zivilcourage gegen Rechts genauso verfolgt wie den Einsatz für Toleranz und kulturelle Vielfalt

Das Landesamt für Verfassungsschutz (LfV), angesiedelt im Bayerischen Innenministerium, hat die Aufgabe, verfassungsfeindliche Aktivitäten zu beobachten. Halbjährlich werden die Erkenntnisse des Verfassungsschutzes veröffentlicht. In zwei exemplarischen Fällen zeigt sich jetzt, dass das LfV keineswegs seinem verfassungsmäßigen Auftrag folgt, sondern aufgrund fragwürdiger Vorgaben Verfassungsfeindlichkeit konstruiert, um sie dann bekämpfen zu können.

Das Antifaschistische Informations- und Dokumentationsarchiv e.V. (a.i.d.a.) wird seit Sommer 2008 im Verfassungsschutzbericht unter der extra eingeführten Rubrik „Sonstige Linksextremisten“ aufgeführt. Die Belege für diese Einordnung bleibt das LfV schuldig – aber die Einordung schadet dem Verein immens – was wohl auch Ziel des LfV ist. Die bundesweit anerkannte und mehrfach ausgezeichnete Recherchestelle wird vom LfV offensichtlich als unerwünschte zivilgesellschaftliche Konkurrenz gesehen.

Die Islamische Gemeinde Penzberg wird seit 2007 im Verfassungsschutzbericht erwähnt. Auch hier ist die Begründung an den Haaren herbeigezogen und von dem Willen getragen, gerade diese Gemeinde als islamistisch einzustufen. Auch hier schadet diese Einstufung der Gemeinde stark: Das Ziel gerade dieser Gemeinde, die Grundwerte der deutschen und bayerischen Verfassung zu vermitteln und auch eine deutsche, moderne und von ausländischen Einflüssen freie Imamausbildung auf die Beine zu stellen, wird torpediert.

Zu dieser Ausgrenzungsstrategie und den Folgen veranstaltet die Initiative Bayerischer Strafverteidigerinnen und Strafverteidiger e.V. eine Diskussionsveranstaltung.
mit:

Marcus Buschmüller, Vorsitzender von a.i.d.a.
Angelika Lex, Rechtsanwältin, Vertreterin von a.i.d.a.
Bayram Yerli, Vorsitzender der Islamischen Gemeinde Penzberg
Hildebrecht Braun, Rechtsanwalt der Islamischen Gemeinde Penzberg
Michael Sack, Rechtsanwalt, Moderation

Am: 24. 9. 2009
um: 19.30 Uhr
Ort: Eine-Welt-Haus München, Schwanthaler Straße 80, Großer Saal EG

www.aida-archiv.de

GegenStandpunkt 3-09 erschienen

Der neue Gegenstandpunkt 3-09 ist seit heute bei uns erhältlich! (mehr…)

Die Lissabon-Strategie und die Militarisierung der Europäischen Union

18. September – 20:00 Uhr
Die Lissabon-Strategie und die Militarisierung der Europäischen Union
Vortrag und Diskussion mit Tobias Pflüger von der Informationsstelle Militarisierung Tübingen, ehemaliger Abgeordneter der LINKEN im Europaparlament
Kulturladen Westend, Ligsalzstraße 44 (U-Bahnhaltestelle Schwanthaler Höhe)
Eintritt frei

Die Staats- und Regierungschefs der EU verabschiedeten im März 2000 die so genannte Lissabon-Strategie, die das ehrgeizige Ziel ausgibt, die Europäische Union „zum wettbewerbsfähigsten und dynamischsten wissensbasierten Wirtschaftsraum in der Welt zu machen.“ Was nur implizit gesagt wird: Dieser Wettbewerb findet statt gegen andere Akteure und hat auch Verlierer. Um dieses ambitionierte Ziel zu erreichen, setzt die Lissabon-Strategie sowohl auf eine interne als auch auf eine externe Komponente, die beide wiederum mit der Militarisierung der Europäischen Union zusammenhängen. Innenpolitisch begann man schnell damit, einen radikalen neoliberalen Umbau innerhalb der Mitgliedsstaaten einzuleiten. In Deutschland schlug sich dies etwa in der Agenda 2010 und dem damit einhergehenden massiven Sozialabbau nieder. Außenpolitisch erfordert der Aufstieg zur Weltwirtschaftsmacht Nummer eins auch eine aggressivere Erschließung neuer Märkte in der ganzen Welt. Deshalb begann die EU-Kommission unter dem viel sagenden Arbeitstitel „Global Europe“ eine externe Dimension der Lissabon-Strategie auszuarbeiten, nach der die „EU das ihr zur Verfügung stehende Instrumentarium in vollem Umfang nutzen, wenn sie ihre Stellung in einer globalisierten Welt stärken will.“
Sehenden Augen wird die Verarmung weiter Teile der Welt in Kauf genommen, ja sogar forciert. Die Folgen sind dramatisch, kein Wunder, dass die militärische „Befriedung“ von Hungeraufständen eine immer prominentere Rolle in der westlichen Militärplanung spielt. So sind etwa die EU-Kampftruppen – ‚Battle Groups‘ – insbesondere für Einsätze in Afrika vorgesehen. Also genau dort, wo erwartet wird, dass sich die Folgen der EU-Wirtschaftspolitik am heftigsten in Konflikten niederschlagen werden.

Tobias Pflüger, ehemaliger Abgeordneter der Linken im Europaparlament, wird die Zusammenhänge zwischen der wirtschaftlichen Strategie der EU und ihrer zunehmenden Militarisierung erläutern und sich anschließend der Diskussion stellen.

Diese Veranstaltung wurde vom EU-Arbeitskreis des Öku-Büros organisert, der sie für die Vorbereitung des vom 20. – 22. November 2009 stattfindenden Seminars Macht[T]raum EU – Freihandel, Entwicklungspolitik, Militarisierung, Migration. Seminar zur Außenpolitk der EU nutzt. Interessierte an diesem Arbeitskreis sind herzlich willkommen. Die Termine der Treffen stehen unter http://www.oeku-buero.de/EU-Aussenpolitik.html oder können unter eu@oeku-buero.de und der Tel 089/448 56 45 erfragt werden.

Reisebericht

Bei Anarcha Feminismus findet sich ein bebilderter Bericht über den Besuch der beiden Schweizer Anarchafeministinnen bei uns in der Basis. Danke dafür!

werbung universität ubahn

Veranstaltung zur Wahl mit Wolfgang Möhl am 8.10.09

Von den unübersehbaren Leistungen der Demokratie
Krisenwahl 2009

Die kapitalistischen Unternehmen
bewältigen ihre Krise und steigern ihre Gewinne mit Entlassungen und sinkenden Löhnen

Die demokratischen Politiker
machen sich stark für profitable Beschäftigung, Niedriglöhne, mehr Steuern und weniger Soziallasten.

Und bei all dem noch eine konstruktive Linke.

Das betroffene Volk
trägt die Lasten und gibt seine demokratische Zustimmung dazu.

Jede Zumutung ein Auftrag an die Herrschenden:
Weiter so: jetzt erst recht!

Der Referent des Abends, Wolfgang Möhl, ist Redakteur und Mitherausgeber des vierteljährlich erscheinenden politischen Magazins ‚GegenStandpunkt‘. Mit Artikeln zu aktuellen ökonomischen, sozialen und politischen Ereignissen und Entwicklungen, mit prinzipielleren Aufsätzen zu Weltmarkt und Weltordnung sowie mit kritischen Länderstudien will diese Zeitschrift über den globalisierten Kapitalismus und die Konkurrenz der Nationen im heutigen Weltmaßstab aufklären und die System-Gründe für die Zustände im Land und in der sonstigen Staatenwelt aufdecken.

Veranstalter Gegenstandpunkt Verlag München
und Basis Buchhandlung München
Donnerstag, 8. Oktober 2009, 19.30 Uhr
Seidlvilla
München, Nikolaiplatz 1 b
Kostenbeitrag 5 Euro

Vom Mythos zum Festival

Sylvia Kekulé stellt am Donnerstag, den 24. September 2009 bei uns Ihr Buch „Die Woodstock Story – Enstehung eines Mythos (1854 – 1969)“ vor. Beginn ist um 19:30Uhr, der Eintritt kostet €5.
Alle Interessenten sind hiermit herzlich eingeladen!
Die Veranstaltung findet statt in Zusammenarbeit mit dem Allitera Verlag.