GegenStandpunkt 3-09 erschienen

Der neue Gegenstandpunkt 3-09 ist seit heute bei uns erhältlich!

Obamas „Change“ in der Weltpolitik
Der neue amerikanische Präsident kommt aller Welt mit seinem Willen zum ‚Change‘. In großen Reden verkündet er Russen wie vereinten Europäern, Muslimen, hungernden Afrikanern und Lateinamerikanern, ja selbst den erklärten Schurken seines Vorgängers, dass die USA sich ab sofort für ein großes Einvernehmen mit allen Staaten stark machen. Vorbei ist demzufolge die Zeit der Konfrontation und unilateralen Diktate aus dem Weißen Haus. Kein Grund, über eine Mäßigung der amerikanischen Weltmacht zu spekulieren. Ein US-Präsident ist selbstverständlich zuständig für die Weltordnung. Mit seinem Insistieren auf ‚gemeinsamen Herausforderungen, Interessen und Werten‘ buchstabiert der neue Mann im Weißen Haus erstens der übrigen Welt die politischen Richtlinien und Aufträge, die Washington definiert, als deren ureigenes Interesse vor. Zweitens demonstriert der neue Führer, dass er die amerikanische Führungsrolle erfolgreicher als Bush wahrzunehmen gedenkt. Dessen ‚Krieg gegen den Terror‘-Politik hält er nämlich für gescheitert. Daher nimmt er sich vor, die US-Macht anders und besser zur Geltung zu bringen.
Wie, das besichtigt der GEGENSTANDPUNKT an ausgewählten Initiativen Obamas: Mit Russland die Welt atomwaffenfrei machen – Vom Antiterrorkrieg zum Kampf gegen den gewalttätigen Extremismus in Nahost – Das Ringen um eine neue Führungsrolle in Lateinamerika
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Anmerkungen zur Krise ’09:
Lehren aus zwei Jahren Weltwirtschaftskrise
Die Krise des weltweiten kapitalistischen Geschäfts geht in ihr drittes Jahr. Die mehr als ein Jahr lang beschworene Hoffnung, die Konsequenzen ließen sich auf bestimmte Abteilungen des Weltfinanzmarkts begrenzen und von der ‚Realwirtschaft‘ fernhalten, hat sich längst als Illusion erwiesen – und die Konsequenzen für Beschäftigte und die wachsende Zahl von Beschäftigungslosen lassen nicht auf sich warten. Insofern werfen Verlauf und politische Behandlung der Krise ein außergewöhnlich grelles Licht auf das gewöhnliche marktwirtschaftliche Geschäftsleben und damit auf die für die normale Menschheit schädlichen Konstruktionsprinzipien des kapitalistischen Systems, das sonst gewohnheitsmäßig als der ‚normale Gang der Dinge‘ abgehakt wird. Die freiheitliche Öffentlichkeit sieht das freilich umgekehrt: Sie deutet das Krisengeschehen als Konsequenz fahrlässiger oder schuldhafter Regelverstöße, als Sonderfall, der den marktwirtschaftlichen Regelfall schon allein deswegen über jede Kritik erhebt, weil da das Geschäft der Geldvermehrung erfolgreich vorankommt. Der Zusammenhang der beklagten Auswüchse und Abweichungen mit dem funktionierenden marktwirtschaftlichen Normalfall bleibt also zu erklären. So lehrreich die Krise ist: Die Mühe des (Um-)Lernens erspart sie ihren Opfern nicht.
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Das Lebenswerk des Jürgen Habermas:
Fundamentalkritische Affirmation von Gott und der Welt
J. Habermas, ein „großer Vordenker“, „Deutschlands größter lebender Philosoph“ gar, steht anlässlich seines 80. Geburtstags mit seinem Lebenswerk zur Ehrung an. Nichts geringeres als der „Geist der Moderne“ sei es, der in dem Werk des Philosophen mit sich Zwiesprache hält, erfährt der normalsterbliche Zeitgenosse. Anerkennend darf man staunen über die „Sprengkraft“, die seine „über Schelling vermittelte, mit Marx angereicherte und den Mitteln der Linguistik ausgehärtete Kommunikationsphilosophie“ bei „theoriehungrigen Intellektuellen“ hatte. Mehr noch: Man lobt den kritischen Vordenker dafür, immer und immer wieder „mit pathetischer Beredsamkeit für Rechtsstaat und Demokratie“ eingestanden zu sein und ein Denken erfunden zu haben, dem die Bundesrepublik „ganz entscheidend ihre moralische Neugründung verdankt.“ Weniger interessant ist für die geneigten Rezensenten, was es mit einem derart verfassten Theorie-Amalgam auf sich hat. Der GEGENSTANDPUNKT holt das nach und klärt über die Gedankengänge von Habermas als Wissenschaftstheoretiker und Mentor einer demokratischen Wertegemeinschaft auf – also über ein prominentes Kapitel falscher und parteilicher – eben: bürgerlicher Wissenschaft.

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1 Antwort auf „GegenStandpunkt 3-09 erschienen“


  1. 1 Administrator 19. Oktober 2009 um 13:21 Uhr

    Jede Ausgabe kostet 15€ und ist stets in ausreichender Menge auf Lager.
    Liebe Grüße, das Basis-Team

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