Archiv für Februar 2010

Veranstaltung mit Referent_innen aus Honduras

Nach dem Putsch in Honduras:

Welche Chancen bleiben der Demokratiebewegung?

Diskussionsveranstaltung mit Referent_innen aus Honduras:

Bertha Oliva
Gründerin und Leiterin der unabhängigen honduranischen Menschenrechtsorganisation COFADEH

Jesús Garza
technischer Koordinator von CHAAC, einer zivilgesellschaftlichen Aktionsgruppe gegen die Freihandelsabkommen mit den USA und Europa

Donnerstag

den 4. März 2010

19:30 Uhr – Raum 211/212

EineWeltHaus München

Schwanthaler Str. 80

Eintritt frei (mehr…)

Sergio Bologna am 17. März in München

Sergio Bologna: Die Zerstörung der italienischen Mittelschicht und der Aufstieg Silvio Berlusconis

am Mittwoch, 17. März 2010

Die politischen Erfolge von Berlusconi, seiner Bewegung „Forza Italia“ und der mit ihr verbündeten „Lega Nord“ in dem durch die Tradition der Arbeiterbewegung geprägten Italien sind schwer erklärlich. Nach Sergio Bologna liegt der Schlüssel zum Verständnis dieser Entwicklung vor allem in der radikalen Umwälzung der italienischen Sozialstrukturen seit Anfang der neunziger Jahre. Die Privatisierungswelle, die extreme Verkleinerung der Unternehmen, eine forcierte Flexibilisierung der Arbeitsverhältnisse und eine außerordentliche Zunahme der selbstständigen Arbeitnehmer kennzeichnen diesen Wandel. Heute sind ein Viertel der Beschäftigten in Italien sogenannte „selbstständig Arbeitende“.
Sergio Bologna, ehemaliger Hochschullehrer in Italien und Deutschland, ist Mitglied des Vorstands der freien Gewerkschaft der selbstständigen Arbeit in Italien. Autor von: „Die Zerstörung der Mittelschichten. Thesen zur neuen Selbstständigkeit“ (Graz, 2006).

EG 12 E Gasteig + Vortragssaal der Stadtbibliothek + mi 20.00 Uhr + 17.3.2010 + € 6.--

Ein Abend mit Nanni Balestrini

Ein Abend mit dem italienischen Autor Nanni Balestrini
Moderation: Peter O. Chotjewitz
am Dienstag, 9. März, 19 Uhr in der Black Box in München

Nanni Balestrini, 1935 in Mailand geboren, zählte in den sechziger Jahren zu den Mitbegründern der Gruppo 63, einer neoavantgardistischen Strömung in Italien. In der Folge entfaltete er eine weitgespannte künstlerische Tätigkeit: experimentelle Lyrik, Theater, Romane, Ausstellungen. „Sein Werk reflektiert wie kaum ein anderes die jüngere Sozialgeschichte Italiens. Es stellt den Versuch dar, ästhetische und politische Avantgarde miteinander zu verbinden.“ (Jürgen Schneider). In seiner in Deutschland jüngsten Veröffentlichung Tristano zeigt sich Balestrini von seiner experimentellen Seite: In den sechziger Jahren erschien sein Roman Tristano bei Feltrinelli – als normales Buch. Erst vier Jahrzehnte später konnte Balestrini seinen radikalen Plan, die Bestandteile des Buches zu zerlegen und vom Rechner willkürlich kombinieren zu lassen, dank digitaler Drucktechnik, verwirklichen.
Peter O. Chotjewitz, freier Schriftsteller, Jurist sowie Übersetzer der Werke von Balestrini, lebt in Italien und Stuttgart.
In Zusammenarbeit mit der Basis Buchhandlung und dem Italienischen Kulturinstitut München.

EG 8 E Gasteig + Black Box + di 19.00 Uhr + 9.3.2010 + € 6.--

wichtige Bücher von Ballestrini:

1971: Wir wollen alles (Vogliamo tutto), Verlag Assoziation A, dt. von Peter O. Chotjewitz
1987: Die Unsichtbaren (Gli invisibili), Verlag Assoziation A
1988: Die goldene Horde (L’orda d’oro), mit Primo Moroni, Verlag Assoziation A
1989: Der Verleger (L’editore), Verlag Assoziation A
1994: I furiosi. Die Wütenden, ID-Verlag
2004: Sandokan. Eine Erzählung der Camorra (Sandokan, storia di camorra), Verlag Assoziation A
2008: Die große Revolte. Romantrilogie, Verlag Assoziation A